Kongress 2009

1. Internationaler Reflexologie-Kongress

vom 18. bis 20. September 2009 in Lima (Peru)
Es war eine kühne Aussage, die Schwester Jeannine 2008 machte, als sie verkündete, sie würde im folgenden Jahr einen internationalen Reflexologie-Kongress auf die Beine stellen. Mit vielen eifrigen Helfern und einer riesigen Portion Gottvertrauen organisierte sie einen Anlass, den die meisten Teilnehmer so schnell nicht mehr vergessen werden!

Freitag: Im Colegio Médico del Perú in Lima fanden sich beinahe 900 Teilnehmer ein, um ihre Kongressunterlagen abzuholen. Nebst Reflexologen aus aller Welt waren auch Ärzte, medizinisches Personal, Therapeuten verschiedenster Richtungen der Komplementärmedizin und Interessierte anzutreffen.

Vor dem imposanten Publikum eröffnete Schwester Jeannine den Kongress mit ihrem Leitsatz: "Un coeur pour guérir et des mains pour soigner".

Anschliessend lehrte sie uns, die Reflexologie in ihrer christlichen Bedeutung und die Wichtigkeit des humanitären Umgangs mit den Patienten zu verstehen.

Der Freitagmorgen endete mit dem Vortrag von Dr. Leopold Martos aus Spanien, der uns ins Reich der Traditionellen Chinesischen Medizin einführte. Den Nachmittag gestaltete Alicia Damiano aus Argentinien, die in Buenos Aires eine Schule für Reflexologie leitet, mit praktischen Übungen an einem Teilnehmerfuss. Sie teilte mit uns ihre Erfahrungen, wie mit Hilfe der Fuss-Reflexologie emotionale Blockaden gelöst und die Psyche unterstützt werden können. Eine dynamische, peruanische Musik- und Tanzgruppe stellte verschiedene Regionen Perus tänzerisch vor und bildete damit den herrlichen Abschluss des ersten Kongresstages.

Samstag: Ehemalige Patienten des Zentrums von Schwester Jeannine erzählten auf eindrückliche und berührende Art und Weise ihre Krankheitsgeschichte und von ihrer Genesung durch Reflexologie-Therapien. Sogar der amtierende Bischof trat auf die Bühne und liess uns an seiner Geschichte teilhaben.
Danach referierte Hanne Marquardt aus Deutschland, die die Zuschauer mit ihrer Professionalität und ihrer immensen Erfahrung zu fesseln vermochte.

Ihr Vortrag umfasste die Geschichte der Reflexologie, die Aufforderung an die Zuhörer die Physiologie des Körpers genauestens zu studieren und aufschlussreiche Erklärungen zu ihren wichtigsten und den von ihr veränderten Reflexpunkten.

Die Teilnehmer waren sich einig: Diese Frau hat mit ihrem gewaltigen Lebenswerk allen Respekt verdient (Hanne Marquardt arbeitet seit über 50 Jahren mit der Reflexotherapie)!

Am Samstagnachmittag erlebten wir den Auftritt von Dr. Rubén Darío Correa aus Kolumbien, Chirurg und Spezialist für Bioenergetik. Mit seiner unbeschreiblich ruhigen und aufs Wesentliche reduzierten Art, zog er die Zuhörer in seinen Bann mit seinem Vortrag über die Bioenergetik im Allgemeinen und einem zweiten Teil über die "Bioenergetik der Seele", in welchem er den Zusammenhang zwischen Seele und körperlichen Leiden resp. Krankheiten erklärte.
Dr. Oskar Hutterer Ariza aus Mexiko, Präsident der weltweiten Vereinigung der traditionellen Medizin, erläuterte uns detailliert die historischen, wissenschaftlichen Quellen der Reflexologie und ihre Entwicklung.

Er huldigte die Arbeit von Schwester Jeannine und die von ihr entwickelte Methode.

Zu Tränen gerührt nahm Schwester Jeannine die Ehrenmedaille für ihr Werk von ihm und seiner Frau entgegen.

Zum Abschluss des Tages beschenkte uns
Anne Klinge aus Deutschland mit einem köstlichen, humorgespickten Fusstheater.
Sonntag: Den Morgen gestalteten erneut Alicia Damiano und Dr. Rubén Darío Correa.

Alicia Damiano beschrieb die Arbeit an ihrer Schule, die Unterschiede ihrer Methode im Vergleich zu anderen und rundete ihren Vortrag mit einer weiteren Demonstration an einem Teilnehmerfuss ab.

Dr. Rubén Darío Correa zeigte anhand vieler Résumées aus verschiedenen Studien eindrücklich auf, welche Wichtigkeit der Einbezug der Bioenergetik bei der gesamtheitlichen Betrachtung des Menschen hat und welche entscheidende Rolle diese bei der Genesung des Patienten spielt. Anhand eigener, berührender Erlebnisse mit Patienten (er arbeitet meist mit todkranken, sterbenden oder krebskranken Menschen) untermauerte er diese These anschaulich.
Uns Teilnehmer wird sicherlich allen seine in den Raum gestellte Frage und die darauf folgende Antwort in unserer Arbeit begleiten:

"Wie ist es möglich, dass die Behandlungen mittels Reflexo-Therapie meistens so erfolgreich sind, obwohl mit verschiedensten Arten und Techniken derselben gearbeitet wird?"

Seiner Meinung nach gibt es dafür nur eine Antwort: "Die Liebe zum Patienten ist die Basis für diese wunderbare Arbeit!"

Nach der Mittagspause hatten wir das Vergnügen, den hochmotivierten Teilnehmern die Technik unserer Handmassage näher zu bringen. Wir sind dankbar, dass wir unsere Methode und die Freude an der Reflexologie mit so vielen Menschen teilen durften.

Schwester Jeannine beendete den Kongress mit einer spannenden Power Point Präsentation über die Wichtigkeit der Nieren und die neuen Reflexpunkte, die sie in letzter Zeit entdeckt hat und deren Zusammenhänge zu bestimmten Krankheitsbildern.

Tanzend, lachend und mit ganz viel "amor azul" ging der Kongress zu Ende.

Postkongress: Da viele Teilnehmer noch mehr über die Methode von Alicia Damiano und unsere Handmassage wissen wollten, fand ganz spontan, wie dies in Südamerika so üblich ist, am Montagmorgen ein Postkongress statt.

Zu unserem Erstaunen trafen sich ca. 200 Reflexologen im Gemeindesaal des Stadtbezirks, in welchem das Zentrum von Schwester Jeannine liegt, um noch mehr zu hören, erfahren und lernen.

Weitere zwei Stunden erklärten wir unsere Arbeit in der Schweiz, vermittelten vertieftere Kenntnisse in der Handmassage und beantworteten gerne all die interessanten und interessierten Fragen.

Herrlich, dass wir dabei sein durften!

Laurence und Andrea

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